Thailand News - Archiv

  01.01. - 31.03.2001
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Kurz notiert - Sport - Tennis
Tamarine Tanasugarn aus Thailand musste sich im Achtelfinale beim WTA Damenturnier in den USA geschlagen geben. Sie unterlag in zwei Sätzen der Amerikanerin Jennifer Capriati mit 6:4 und 6:0 Punkten.
(W.Reichert, 31.3.2001)

Safe Sex Schauspiel im Bangkoker Gefängnis
Bangkok - Mit einem Schauspiel durch acht Mitglieder der Bangkok-Schwule-Gruppe sollen homosexuelle Strafgefangene aufgeklärt werden, wie man sich vor dem HIV Virus schützt. Im Bangkoker Untersuchungsgefängnis, wo ca. 7000 männliche Häftlinge untergebracht sind, befinden sich auch 100 Homosexuelle- und Transvestiteninsassen. Mit diesem Versuch, durch ein Schauspiel die Gefangenen aufzuklären, soll die Ausbreitung von AIDS unter den Strafgefangen und Untersuchungs- häftlingen verhindert werden.
Die Gruppe die alljährlich das Bangkok Gay Festival (ein Transvestiten- und Schwulenfest) organisiert, kritisiert, dass den Häftlingen die Benutzung von Kondomen verboten ist und dadurch sich das HIV Virus in den thailändischen Haftanstalten unkontrolliert ausbreitet. Sie machten den Insassen Mut, sich für ihre Rechte einzusetzen. Die Bangkok-Schwule- Gruppe will ihr Schauspiel auch in anderen Gefängnissen im Land aufführen und dieses Problem auch in die thailändische Gesellschaft thematisieren.
(Thon, 30.3.2001)

Ganz Bangkok verrückt nach Beckhams Nudel
Bangkok (sid) Nicht nur Ehefrau Victoria kann von David Beckham nicht genug kriegen. Ganz Bangkok schlingt mittlerweile ein Nudelgericht herunter, das nach dem Fußball-Star von Manchester United benannt ist.
Imbiss-Besitzer Thawatchai Sriwatcharachai hatte im ständigen Kampf um seine Kunden den besonderen Einfall, seine Nudelgerichte nach europäischen Top-Fußballern zu nennen. Eine Idee, die im fußballverrückten Thailand wie eine Bombe einschlug.
"Ich kann nicht genug von Beckham bekommen, auch wenn sein Team manchmal verliert", schwärmt der 15-jährige Keng - jedoch nicht für den Ausnahmeathleten von Manchester United, sondern für die gleichnamigen Nudeln mit frischem Rindfleisch.
Sriwatcharachai, der natürlich ein großer Fußball-Fan ist, hat seine Gerichte jedoch nicht zufällig benannt, sondern seiner Meinung nach genau den Charakteren der Spieler angepasst.
"Der kraftvolle Schuss von Leeds Uniteds Alan Smith hat mich so inspiriert, dass ich meine festen fettfreien Fleischbällchen nach ihm benannt habe", sagt Hong und ergänzt: "Luis Figo ist ein spezielles Luxus-Gericht zu Ehren des bestbezahlten Spielers von Real Madrid".
Die populärste Nudel hat jedoch Aston Villas Torwart David James, die mit einem Rindfleischeintopf angeboten wird. Ungewöhnliche Verhältnisse für Beckham, der vor allem bei weiblichen Fans als "leckerster" Spieler gilt. (SID; 29.3.2001)

Kurz Notiert - Sport - Tennis
Beim WTA-Turnier der Damen in Miami konnte Tamarine Tanasugarn aus Thailand die Tschechin Kveta Hrdlickova mit 6:2, 4:6, 6:4 Punkten schlagen und ist somit eine Runde weiter. (W. Reichert, 27.03.2001)

Thailand: Jeder zehnte Mönch drogenabhängig
Bangkok - In Thailand ist nach offiziellen Angaben jeder zehnte der rund 300.000 buddhistischen Mönche drogenabhängig und hat bereits um eine entsprechende Therapie nachgesucht. Das berichtete die Zeitung "Bangkok Post" am Dienstag unter Berufung auf die staatliche Büro für religiöse Angelegenheiten.
Der Kampf gegen die Sucht unter den Mönchen sei bisher weitgehend erfolglos geblieben, da ranghöhere Geistliche das Problem aus Furcht vor Rufschädigung vielfach ignorierten und sich einer Zusammenarbeit mit den Behörden verweigerten, hieß es in dem Bericht. In Thailand bekennen sich rund 90 Prozent der Bevölkerung zum Buddhismus.
(APA, 27.03.2001)

Kurz Notiert - Sport -Tennis
In der 2. Runde des mit 2,72 Millionen Dollar dotierten WTA-Turniers der Damen in Miami, gewann die Thailänderin Tamarine Tanasugarn gegen  Aniko Kapros aus Ungarn  mit 7:6, 7:4 und 6:1. (W.Reichert, 25.03.2001)

Ist menschlicher Torso nahe Universitätsgebäude Dr. Phassaporn?
Nahe der Chulalongkorn Universitätsklinik wurden gestern menschliche Überreste in einer Abwassergrube unweit am Wittayaniwet-Gebäude, wo der Hauptverdächtige Dr. Dr Wisut Boonkasemsanti nach wie vor als Arzt arbeitet. Der Ehemann von Frau Dr. Phassaporn wird von der thailändischen Polizei verdächtigt, für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich zu sein. Polizeichef General Pornsak Durongkaviboon konnte noch nicht mit Sicherheit sagen, dass der menschliche Torso auch wirklich der gesuchten Ärztin zuzuordnen ist. Das zuständige Institut für Gerichtsmedizin (IFM) hatte in der ersten Untersuchng feststellen können, dass es sich bei dem gefunden Torso um menschliche Überreste handele und erst weitere Untersuchengen klären können, ob es sich bei der Leiche um eine Frau oder einen Mann handelt. Mit Sicherhit kann davon ausgegangen werden, dass die Person mindestens schon seit drei Wochen tot ist.
Der Ehemann der Ärztin geriet in den Verdacht (wir berichteten schon darüber), nach dem Zeugen gesehen haben wollten,  dass er Medikamente kaufte bevor er sich mit seiner Frau traf und zu einem späteren Zeitpunkt in der Silom große Plastiktüten kaufte. Eine sichergestellte Videoaufnahme von der Restaurantkamera zeigte, dass der Ehemann der Ärztin, seine Frau nach dem gemeinsamen Essen beim verlassen des Restaurants stützen musste. Dr. Wisut bestreitet, dass er etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hätte, lehnte aber eine Vernehmung mit einem Lügendetektor ab. In einem Interview bei der thailändischen Zeitung The Nation erklärte Dr. Wisut, der als Gynäkologe in der Chulalongkorn-Universitätsklinik arbeitet, dass seine Frau sich versteckt hält, nur um seine berufliche Karriere zerstören zu können. Auf die Frage über die Entdeckung der Leiche sagte er, dass er auf Rat seines Vorgesetzten hierzu keine Bemerkungen machen soll.
Der stellvertretende Polizei-Kommissar Maj-Gen Jongrak Juthanont drängte inzwischen, dass sich Dr. Wisut den Lügendetektortest stellen muss und meinte „Wisuts öffentliche Erklärung werden ihm vor Gericht nichts nutzen seine Unschuld zu beweisen, der Lügendetektor ist zuverlässig. Er ist rationell, und nimmt keine Bestechungsgelder“.
(W. Reichert, 24.03.2001, Quelle The Nation)

Bananenblätter statt Plastik
Öko-Tourismus soll Bergvölkern im Norden Thailands zu Einkommen und Entwicklung verhelfen. Ein Beitrag von Michael Ruffert im Tagesspiegel vom 24.3.2001. mehr:

Strahlenopfer in Thailand sollen Schadensersatz zahlen
Die fünf Arbeiter, die auf einem Schrottplatz in Thailand radioaktiv verstrahlt wurden, nachdem sie einen Behälter der Kobalt-60 enthielt öffneten, werden nun von der Firma, der dieser Behälter gehörte, auf Schadensersatz von etwa 200 000 Baht verklagt. Die Kamol Sukosol Electric behauptet, dass diese Leute, darunter der Betreiber des Schrottplatzes, den Behälter gestohlen und später geöffnet hätten, wodurch es zu der Strahlenkatastrophe gekommen wäre. Die Kamol Sukosol Electric müsse schon deshalb vor Gericht klagen, weil sie von den 15 Opfern (drei Menschen sind inzwischen durch die Folgen der Verstrahlung gestorben) und ihren Angehörigen auf Schadensersatz in Höhe von  09 Millionen Baht verklagt wurden. 
(W. Reichert 23.03.01 - Quelle The Nation)

Thailands Währung wieder auf den Tiefststand
Die thailändische Währung ist während des Tages auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen, nämlich auf 44,57 zum US$. Als Gründe werden genannt: Der Fall des japanischen Yen, der verschiedene asiatische Währungen mit sich zieht; schwache Exporte, die den Außenhandelsüberschuss verringern. (Stefan Webel, 23.3.2001)

Zuckererzeugung in Thailand leicht gestiegen
In Thailand wurde in der Erntesaison 2000/2001 bis zum März dieses Jahrs 4.807.150 t Zucker erzeugt. 75.128 t mehr als im Vergleichsvorjahr. Die Menge setzt sich aus 2.610.667 t Rohzucker, 2.134.800 t Weißzucker (1.699.754 t regulärer und 435.046 t raffinierter) und 61.683 t anderen Arten Zucker zusammen. Den Zuckermühlen wurde bis zum 15. März 46.880.632 t  Zuckerrohr geliefert. Der Zuckergehalt lag nach Mitteilung des Produktionskontrollzentrum für Zuckerrohr und Zucker bei 11,50 Einheiten Commercial Cane Sugar, um 0,14 Einheiten geringfügiger als im Vorjahreszeitraum.
(Ladda Reichert, 23.03.2001)

Deutscher Tourist stürzt in Thailand zu Tode
Bangkok (AP) Ein deutscher Tourist ist in Thailand beim Sturz aus einem Schnellzug ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, wurde die Leiche des 27-Jährigen am Donnerstag neben den Gleisen in der Nähe der Ortschaft Nongchok, rund 130 Kilometer südlich von Bangkok, gefunden. Der Mann, ein gebürtiger Stuttgarter, habe sich am Mittwochabend aus einer Zugtür gelehnt und sei dabei ausgerutscht, sagte der Polizeichef von Nongchok der Nachrichtenagentur AP. Er sei nach Augenzeugenberichten offenbar betrunken gewesen.Eine Sprecherin der staatlichen Eisenbahngesellschaft teilte unter Berufung auf einen Zugkellner mit, der deutsche Tourist und seine zwei Begleiter hätten zusammen 20 Dosen Bier getrunken. Der Zug war auf dem Weg von Bangkok nach Trang im Süden von Thailand. (22.03.2001,  yahoo.de)

Streit um satte Gewinne für deutsche Pharmakonzerne 
wichtiger als Hilfe

Bangkok-Westheim (wr). Anstatt zu bezahlbare Aids Medikamente in den Entwicklungsländern beizutragen, streiten sich deutsche Pharmakonzerne wie Boehringer Ingelheim über Patentrechte. Längst ist der Kampf gegen das Aids-Virus zu einem Gefeilsche über satte Gewinne ausgeartet. Die deutschen Pharmakonzerne beschuldigen den indischen Konkurrenten Cipla des geistigen Diebstahls, weil in Indien keine Produkte patentiert werden, sondern nur das Herstellungsverfahren. Daher kann sich Cipla über internationale Patente hinwegsetzen und ihre Aids-Präparate zu einem Bruchteil des Preises, der dafür in Deutschland zu zahlen wäre, auf den Markt zu bringen.
Auf Grund einer öffentlichen Anklage einiger afrikanischen Länder, erklären die großen
Pharmakonzerne jetzt, sie seien bereit, Aids-Medikamente in Afrika billiger anzubieten. Tido von Schoen- Angerer von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Thailand kritisierte das Verhalten der Pharmakonzerne, die Preise für Aids-Medikamente nur für Ladender in Afrika zu senken. was ist mit Lateinamerika und Asien? Gibt es hier keine Armut?" Einige Helfer gehen deshalb provokante Wege: Krisana Kraisintu, Leiterin des Forschungsinstituts des staatlichen Arzneimittelherstellers GPO, beschloss 1998, das Mittel Didanosin des amerikanischen Konzerns Bristol-Myers Squibb einfach selbst herzustellen - "plötzlich erhielt ich Morddrohungen von Unbekannten", sagt sie. Doch sie arbeitet entschlossen weiter. Nach Aussage von Schoen-Angerer ist bei 150.000 der 1,2 Millionen HIV infizierten Menschen in Thailand die Krankheit ausgebrochen, doch nur 3000 können sich das lebenswichtige Medikament leisten. Einige Helfer sind aus der Not dazu übergegangen, preiswertere Medikamente aus Indien nach Thailand zu schmuggeln. (Werner Reichert - 21.03.2001)

36-jähriger in Thailand nach neun Jahren Flucht verhaftet
Ein 36-jähriger aus Bern (Schweiz) der wegen ein Drogendelikt international gesucht wurde, ist nach seiner Flucht vor neun Jahren nun Thailand verhaftet worden. Die Schweizer Behörden hatten bereits Anfang März ein Auslieferungsersuchen an Thailand gestellt, wie Folco Galli, Sprecher des Bundesamtes für Justiz, eine Meldung der Zürcher Pendlerzeitung «Metropol» bestätigte. Der 36-Jährige war vom Obergericht des Kantons Bern  wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz 1991 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Vor Antritt der Strafe konnte sich der Mann ins Ausland absetzen und untertauchen. In Thailand lebte er mit einer Thailänderin zusammen und hatte dort ein Restaurant betrieben, bis er Ende letzter Woche von der thailändischen Polizei gestellt werden konnte. (W. Reichert - 21.03.2001)

Seegras als Infektionsschutz
Im Nordosten Thailands wurde eine Studie gestartet, die untersuchen soll ob ein Gel, dass Seegrasextrakt enthält, die HIV-Übertragung verhindern kann. Das Gel mit dem Namen „Carragguard“, auch bekannt unter den
Namen lambda-Carrageenan kann das HIV nicht zerstören, aber die Forscher hoffen, dass es den HIV-Virus daran hindern kann, Zellen zu infizieren. (Werner Reichert, 20.03.2001)

Thaksin will ‘politische Barrieren’ beseitigen
Staatliche Bedienstete sollen umdenken. Die Politik soll die Beamten des Staates nicht länger behindern, Fehler in der Bürokratie zu beseitigen. “Politik ist keine ‘große Sache’ mehr. Beamten dürfen sich nicht mehr darauf beschränken, in der ‘alten Weise’ zu denken, dass Sie nichts tun können, was Minister nicht mögen”, sagte Premierminister Thaksin Shinawatra Anfang März zu über 400 hochrangigen Beamten.
Als Vorrangiges Ziel wurde die Beseitigung der Armut, der Drogenkriminalität und die Bekämpfung der Korruption von der neuen Regierung angesehen. Die Reform der Bürokratie müsse akzeptiert werden, um der nächsten Generation  Generation ein modernes und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Premierminister Thaksin forderte seine Staatsbedienstete auf, sich durch lesen weiter zu bilden. “Ich brauche die Gehirne der zwei Millionen thailändischen Beamten, um unserer Bevölkerung von 61 Millionen Menschen helfen zu können.” Sprach Thaksin zu seinen Zuhörern. (W. Reichert, 20.03.2001)

Thailand macht mobil gegen Scheininvestoren
Bangkok - Thailändische Behörden überprüfen Thaifirmen mit ausländischen Anteilseignern in wie weit die thailändischen Anteilseigner tatsächlich Investoren sind. Eine über Jahrzehnte geduldete, aber immer schon verbotene Praxis der Scheininvestoren, Hausangestellte, Taxifahrer oder Thaiehepartnern auf dem Papier als Geschäftsteilhaber einzutragen, wird von den Behörden nicht mehr geduldet. Wenn der Lebensstandart des thailändischen Geschäftsmitinhaber nicht dem eines Aktionärs entspricht, drohen Gefängnisstrafen oder Geldstrafen in Millionenhöhe in thailändischer Währung. Im Fall einer nicht eindeutigen Klärung wird notfalls auf eine schriftlichen Bestätigung, dass sie wirklich selbst investiert haben, bestanden. Wird im Fall von Grundstückskäufen festgestellt, dass der Erwerb des Grundstücks aus Geldmitteln des Ausländischen Geschäftsteilhabers erfolgte, drohen empfindliche Haft bzw. Geldstrafen und letztendlich die Beschlagnahmung des Grund- und Immobilienbesitzes. Nach thailändischen Recht, dürfen Ausladender in Thailand kein Grundstück erwerben, wenn sie nicht mit einem thailändischen Staatsbürger verheiratet sind. Bei Thai-Ehepartner die mit einem Ausländer verheiratet sind, muss allerdings auch  nach dem neuen Grunderwerbsrecht nachgewiesen werden, dass der Kauf des Grundstücks nicht von dem ausländischen Ehepartner finanziert wurde. Viele Scheinfirmen die nur auf dem Papier existieren, wurden nur deshalb gegründet, um ein Grundstuck zu erwerben. (Werner Reichert, 19.3.2001)

"Was ist mit euren Männern los?"
Bei der nationalen Konferenz gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern verkündet Familienministerin Bergmann frohe Botschaften - die Praxis ist nach wie vor behördliches und gesellschaftliches Desinteresse, das an Mittäterschaft grenzt. Ein Bericht von Anna Holzscheiter von der TAZ vom 17.3.2001. mehr

Widersprüchliche Theorien zur Explosion in Flugzeug in Thailand
Zu der Explosion in einem Flugzeug auf dem Flughafen von Bangkok, gibt es nun widersprüchliche Theorien. Nachdem es bislang geheißen hatte, die Explosion sei mit Plastiksprengstoff vom Typ C4 herbeigeführt worden, erklärten Ermittler nun, dass es auch möglich sei, dass eine Fehlfunktion der Klimaanlage die Explosion verursacht habe könnte. Bei der Explosion wurde eine Stewardesse getötet und sieben Fluggäste verletzt. 
Für das Flugzeug waren 150 Passagiere gebucht, darunter Ministerpräsident Thaksin, die sich allerdings zum Zeitpunkt der Explosion noch nicht in der Maschine befanden. Verteidigungsminister Chavalit Yongchaiyudh sprach nach dem Unglück von einem Anschlag, der aber nicht unbedingt dem Regierungschef gegolten haben muss. Das Attentat könne auch auf Konflikte am Flughafen oder zwischen den politischen Parteien zurückzuführen seien.
(Piyanun Kiatnaruyuth, Bangkok, 17.3.2001)

Sportkurzmeldung - Tennis
Paradorn Srichaphan aus Thailand unterlag beim Herren-Turnier in Indian Wells in der zweiten Runde dem Australier Lleyton Hewitt mit 6:3, 6:3 Punkten. (W.Reichert, 16.3.2001)

Mae Hong Son: Tausend Knoblauchbauern demonstrierten vor der Provinzverwaltung. Sie fordern von der Regierung das Subventionieren der Erzeugerpreise, da diese unter den Produktionskosten liegen.
(W.Reichert, 15.3.2001)

Mehr Sitzplätze von München nach Bangkok
Thai Airways setzt auf der Strecke München - Bangkok vom 15. Mai an größere Flugzeuge ein. Maschinen vom Typ Boeing 747-400 «Jumbo-Jet» ersetzen die MD-11, wie die thailändische Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilt. Dadurch steigt die Sitzzahl in der Economy-Class von 233 auf 325 Plätze pro Flug.
Thai Airways fliegt die Strecke dreimal pro Woche. Auch gegenüber dem Sommer 2000, als Thai noch viermal wöchentlich von München nach Bangkok flog, bietet die Fluggesellschaft mehr Passagierplätze pro Woche an. (W. Reichert, 14.3.2001)

Lage in Mae Sai entspannt sich
Die militärische Lage in der Grenzregion zwischen Burma und Thailand entspannt sich allmählich. In der Grenzstadt Ma Sai öffneten zum erstenmal wieder die Obst- und Gemüsemärkte, nach dem die thailändische Armee ihre schweren Waffen an der Grenze teilweise zurückgezogen und die Sperrgebiete wieder aufgehoben hatte.
Aufatmen können auch wieder die Ehrenamtlichen Helfer von der nichtstaatlichen Hilfsorganisation "Projekt Kinderleben - Strassenkinder in Mae Sai", die durch die militärischen Auseinandersetzung in ihrer Arbeit erheblich eingeschränkt waren. (w.r.-13.3.2001)

Zehn Senatoren in Thailand wegen Wahlbetrugs von ihren Ämtern enthoben.
Die thailändische Wahlkommission hat 10 Senatoren wegen Wahlbetrug von ihren Ämtern enthoben, darunter auch der Senatspräsident. Den Senatoren wird vorgeworfen bei den Wahlen im März letzten Jahres mit unfairen Mitteln massiven Wahlbetrug begangen zu haben. Die Amtsenthebung war ein weiterer Schlag für das Ansehen des Oberhauses, von dem einige Mitglieder in Sex- und Bestechungsskandale verwickelt sind. Die Wahlkommission setzte für den April 2001 Nachwahlen an.
Senatspräsident Sanit Woraphanaya wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe „als dumme und schmutzige Behauptungen“ zurück. Berufung gegen das Urteil der Wahlkommission ist nicht mehr möglich. Im Zusammenhang mit der Parlamentswahl im Januar gingen bei der Wahlkommission zahlreiche beschwerden über massiven Wahlbetrug ein.  Die Wahl einiger Kandidaten wurden darauf hin für ungültig erklärt.
Auch der neugewählte Staatspräsident Thailands muss sich noch vor der Wahlkommission über seine verschwiegenen Vermögensangaben rechtfertigen, was ihm das Präsidentenamt kosten kann.
Die Entscheidung der Wahlkommission dürfte den Demokratisierungswillen der thailändischen Bevölkerung, vor allem bei den Intellektuellen,  einen weiten Schritt nach vorne bringen. Ein Umdenken in der Bevölkerung hatte längst begonnen. (Quelle, The Nation, BangkokPost - W. Reichert, 13.3.2001)

Ein verfluchter Ort soll unvorstellbare Goldschätze bergen
Im Dschungel an der Grenze zwischen Thailand und Burma liegt die geheimnisvolle Höhle Li Chia, In ihr wird ein unermesslicher Schatz von goldenen Buddhas, Edelsteinen und wertvolle Samurai-Schwerter vermutet. Abenteurer und Glücksritter die zuletzt die geheimnisvolle Höhle betreten wollten sind am Eingang qualvoll erstickt. Einheimische sagen, dass ein Fluch den Hohlenschatz schützt.
Nun versucht eine Expetition mit Mönchen, Geologen und ein Trupp von thailändischen Soldaten das Geheimnis des Goldschatzes zu lüften. Ein reicher Senator aus Bangkok finanziert das Unternehmen. Er habe vom Schatz in der Höhle von einem alten Mönch erfahren, ihm aber zuerst nicht geglaubt. Dennoch neugierig geworden, reiste er an die burmsische Grenze, wo ihm die dort lebende Bevölkerung davon erzählten, dass in den letzten Jahrzehnten wiederholt Japaner auftauchten und nach der Höhle gefragt hatten. Einer der Japaner soll nach der Rückkehr zu seinem Hotel, seine Rechnung mit Blattgold beglichen haben. Der Senator sagte "wir können die Höhle nicht einfach aufsprengen, da die damaligen japanischen Besatzer im zweiten Weltkrieg die Gegend vermint hatten". Auf die Frage der Journalisten, ob er keine Angst vor dem Fluch habe, entgegnete er ihnen, dass er den Schatz nicht selbst behalten möchte, sondern dem thailändischen Staat übergeben will. Damit könne der Staat seine Schulden abbauen". (Boonkaew, Bangkok, 11.03.2001)

Neue Spur im Fall des vermissten Dr. Phasaporn
PHETCHABUN - Thailändische Polizei findet neue Spuren im Fall der vermissten thailändischen Arztin Dr. Phassaporn. Der stellvertretende Polizeikommissar, General  Sant Sarutanont, sagte, dass die Fingerabdrücke, am Lenkrad von Dr. Phassaporn,s Auto die Ermittlungen weiterbringen würden. Nach den vorliegenden Erkenntnissen stammen die sichergestellten Fingerabdrücke nicht vom Ehemann Wisut,  der als Arzt im Chulalongkorn Krankenhaus arbeitet. Frau Dr. Phassaporn verschwand am Nachmittag am 20. Februar, nach dem sie mit ihrem Mann ein Japanrestaurant besucht hatte. Die Polizei fand später ihren Wagen in dem Blutspuren entdeckt wurden, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten.
Das Ehepaar lebt getrennt, nach dem sie sich beschwerte, dass ihr Mann Affären mit Patienten hatte. Das Paar stritt öfters über die Vermögensver- teilung. Die Polizei wollte Dr. Wisut zu dem Vorfall vernehmen, trafen ihn aber nicht an seinem Arbeitsplatz an, obwohl er keinen Urlaub hatte. Die ermittelnden Beamten haben den Ehemann für den nächsten Tag vorgeladen, glauben aber, dass er einen Aufschub über seinen Anwalt beantragen wird. Die Polizei wollte ihm zu Aussagen von Zeugen vernehmen, die ihn beobachtet haben wollen, dass er Medikamente kaufte bevor er sich mit seiner Frau traf und zu einem späteren Zeitpunkt große Plastiktüten in der Silom. Eine sichergestellte Videoaufnahme von der Restaurantkamera zeigte, dass der Ehemann der Ärztin, seine Frau nach dem gemeinsamen Essen beim verlassen des Restaurants stützen musste. (Ladda Reichert 8.3.2001)

Thailand erwartet Export-Rückgang bei PC-Komponenten
Nach dem die Nachfrage bei PC’s und Computerbauteilen beim wichtigsten Exportpartner USA in diesem Jahr um einem Drittel zurück gegangen ist, befürchtet die thailändische Regierung Auftragseinbrunche bei ihrer inländischen Hightechnickindustrie.
Dennoch erwartet man im ersten Halbjahr einen Anstieg der Elektronik-Exporte um 10 Prozent auf rund 22 Milliarden US-Dollar, wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtete. Mit Steuer- und Zollbefreiungen versucht die thailändische Regierung die Ansiedlung weiterer Elektronikfirmen zu fördern. Im vergangenen Jahr war der Export von Elektronik um 15 Prozent gestiegen und es flossen gegenüber dem Jahr 1999 ca. 75 Prozent mehr Investitionen ausländischer Firmen ins Land. Gründe für die gestiegenen Investitionen sind nicht nur die Steuervorteile, sondern auch die Abwertung der thailändischen Währung um 13 Prozent gegenüber dem US Dollar. (W. Reichert, 8.3.2001)

Mel C: Todesangst nach Anschlag
Sängerin Mel C hat auf dem Flughafen von Bangkok Todesängste ausgestanden. Sie landete nur zehn Minuten nachdem an Bord einer Maschine der Thai Airways eine Bombe explodiert war und eine Stewardess getötet hatte. "Sporty Spice", die sich im Rahmen ihrer Solo-Tournee in Thailand aufhielt, wurde sofort nach der Landung durch den VIP-Bereich zu ihrer Limousine gebracht. Der Anschlag galt vermutlich dem thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin. (Y. Busayakorn, Chiang Mai - 7.3.2001)

Studienreise nach Thailand
Ettleben/Mühlhausen - Wie die Eigenheimer Vereinigung mitteilt, sind noch Plätze frei bei der Studienreise am 28. April nach Thailand. Nach einer Besichtigung der thailändischen Hauptstadt Bangkok ist unter anderem auch ein zweitägiger Badeaufenthalt eingeplant. Ein vollständiges Programm ist bei  Heinz Amling, Tel. (0 97 22) 13 36, und Günther Lauer, Tel. (0 97 22) 24 57, erhältlich. (W. Reichert, 6.3.2001)

Der kurze Weg vom touristischen auf den Bürgerkriegspfad Thailands
Wie schnell man auf einer Studienreise zwischen die kriegerischen Fronten kommen kann, erlebte vor einigen Tagen der Marktredwitzer Dr. Hans Joachim Berbig. Auf Studienreise in Thailand, fand er sich plötzlich zwischen den Fronten der thailändischen Armee und einer Rebellen-Armee wieder.
Ein Beitrag von Herbert Scharf, Frankenpost. mehr: (6.3.2001)

Training statt Urlaub für Nick Heidfeld
Sauber-Youngster Heidfeld, vierter in Melbourne, und Kimi Räikkönen, der als Sechster einen weiteren WM-Punkt für die Schweizer holte können ihren Urlaub abschreiben und muessen sich in Phuket  (Thailand) auf das zweite Formel 1 Rennen für diese Saison (18. März in Malaysia) vorbereiten.
(W. Reichert 6.3.2001)

Wegen Maul- und Klauenseuche Exportchancen in Thailand
Durch die weitere Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Europa,  erhoffen sich nun Thailands Krokodilzüchter bessere Exportchancen für ihr Reptilienfleisch. Kunden aus Europa drängten auf eine schnellere Belieferung, sagte Kamthorn Termsiripong,  Marketingchef der größten Krokodilfarm des Landes, der Presse. Nach den Hauptabsatzmärkten in China spielt nun auch der Markt in Europa für die zwoelf in Thailand registrierten Krokodilfarmen mit über 170.000 gezüchteten Reptilien eine bedeutende Rolle. Bisher war Europa nur für den Absatz  der Krokodilhäute interessant. Durch die Rinderseuche BSE und der Maul- und Klauenseuche ist die Nachfrage nach Reptilienfleisch sprunghaft gestiegen .
(Werner Reichert, 4.3.2001)

Thailand: Es war eine Bombe
BANGKOK - Eine Bombe hat nach Aussage des thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra das Feuer ausgelöst, bei dem am Samstag eine Boeing 737 auf dem Bangkoker Flughafen zerstört wurde.
Der Vorfall wurde durch einen Sprengsatz verursacht, es war kein Unfall", sagte Thaksin am Sonntag in Chiang Mai vor Journalisten.
Der Ministerpräsident war für die Maschine gebucht. Sie brannte eine halbe Stunde, bevor Thaksin an Bord kommen sollte, aus. Bei dem Feuer kam ein Crew-Mitglied ums Leben, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Passagiere waren noch nicht an Bord.
Thaksin wollte noch am Sonntag mit Polizeichefs über verstärkte Massnahmen zu seinem Schutz beraten. Ein Flughafensprecher betonte am Sonntag, das Feuer sei zu heftig gewesen, um von einem Kurzschluss an Bord herzurühren.
Nach Angaben von Thai Airways berichteten mehrere Zeugen von einer heftigen Explosion an Bord. Die Motoren seien noch nicht angeschaltet gewesen. Es war jedoch bereits Gepäck eingeladen worden. QUELLE: SDA
(4.03.2001)

Flugzeug des thailändischen Ministerpräsidenten explodiert
Thaksin unverletzt - Verdacht auf Bombenanschlag

Bangkok (AP) Ein Flugzeug des thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra ist am Samstag kurz vor dem Start auf dem Flughafen von Bangkok explodiert und ausgebrannt. Nach Angaben der Behörden wurden ein Besatzungsmitglied getötet und sieben weitere Personen verletzt. Die Explosion ereignete sich 35 Minuten vor dem geplanten Start der Maschine. Thaksin war zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Weg zu Flughafen. Die Behörden wollten einen Bombenanschlag nicht ausschließen.
Er hoffe, es sei ein Unfall gewesen, sagte Thaksin, der erst im Januar sein Amt angetreten hatte. Ermittlungen seien aufgenommen und die Sicherheitsvorschriften verschärft worden. Obwohl Gewalt gegen Politiker in Thailand häufiger vorkommt, waren hoch gestellte Politiker bisher selten Ziel von Anschlägen. Von Drohungen gegen Thaksin war nichts bekannt. Der Präsident der Fluggesellschaft Thai Airways, Pisit Kulsalasaiwanond, sagte, alle denkbaren Möglichkeiten würden untersucht. Man schließe nichts aus, wolle sich aber auch nicht an Spekulationen beteiligen. Vor dem Beladen seien alle Gepäckstücke geröntgt worden.
Die Explosion ereignete sich kurz nach dem Auftanken des Flugzeugs. Der Kapitän der Maschine schloss aus, dass die Maschine auf Grund einer internen Fehlfunktion explodiert sei, solange die Motoren noch nicht gestartet waren. Brennender Treibstoff sei nicht die Ursache gewesen, sagte er. Die Tanks des Flugzeugs seien intakt gewesen.
Das Feuer wurde in einer Stunde unter Kontrolle gebracht. Der Flugverkehr war für drei Stunden unterbrochen. Thaksin flog in einer Militärmaschine in die Stadt Chiang Mai. (3.3.2001- Yahhoo.de)

Schweizer In Thailand erstochen. 
Ein 40-jähriger Schweizer ist im thailändischen Phuket erstochen worden, wie das EDA bestätigte. Nach Angaben des "Blicks" wohnte der St. Galler seit März 2000 in Thailand. Seine Geliebte soll ihn am letzten Sonntag bei einer Auseinandersetzung erstochen haben. 
(W.Reichert, 3.3.2001)

Arbeitsemigranten nach Burma ausgewiesen
Mae Sot: Tausende illegale Arbeitsemigranten aus Burma werden z.Z. deportiert. 4000 wurden zu Fuß über den Grenzfluss im Norden Thailands abgeschoben. Sie waren in Bangkok und den nördlichen Grenzprovinzen zu Burma festgenommen worden. Die Behörden hoffen, dass sie in diesem Jahr 300 000 der eine Million Burmesen, die ohne Genehmigung in Thailand arbeiten, erwischen und repatriieren werden. (W.Reichert , 2.3.01)

Thailand verbietet Einreisenden aus Europa Wurstbrote in Thailand einzuführen
Touristen, die mit einem Wurstbrot aus Europa in Thailand einreisen, müssen künftig mit bis zu zwei Jahren Haft oder mit einer Geldstrafe rechnen. Prachak Thiratinrat, Leiter der thailändischen Viehseuchenüberwachung gab heute bekannt, dass diese Strafen verhindern sollen, dass die Rinderseuche BSE oder die Maul- und Klauenseuche in Thailand eingeschleppt wird. Einreisende die bei der Ankunft in Thailand Fleisch bei sich haben oder ein Schinken- oder Wurstbrot, werde vor Gericht gestellt und müsse mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe von 40.000 Baht (2000.-DM) rechnen. Die Fluggesellschaften wurden von den thailändischen Behörden aufgefordert, ihre Fluggäste darüber zu informieren, aus den gefährdeten europäischen Ländern kein Rind- und Schweinefleisch mitzubringen.
(W. Reichert, 1.3.2001 )

1000 Palmölbauern in Thailand blockierten eine Überlandstraße
Chumphon: 1000 Palmölbauern blockierten eine Überlandstraße. Sie fordern eine Intervention der Regierung, weil der Erzeugerpreis auf ein Baht pro Kilo gefallen ist. Außerdem verlangen sie eine Einfuhrsperre für Soyabohnen und andere Pflanzenöle. (W. Reichert, 1.03.2001)

Chaos auf Bangkoks Straßen durch Schilderdiebstahl
Bangkok (Reuters) - Das Verkehrschaos auf den Straßen der thailändischen Haupstadt Bangkok hat durch den Diebstahl von Verkehrsschildern noch deutlich zugenommen. "Leute verfahren sich, und wenn ein Warnschild fehlt, das auf eine gefährliche Kurve hinweist, dann ist das sehr gefährlich", sagte ein Sprecher des Straßenverkehrsamts am Dienstag in Bangkok. Das Fehlen der Schilder habe schon zu zahlreichen Unfälle geführt. Die Diebe verkauften die Schilder an Schrotthändler, sagte der Sprecher. Mittlerweile koste der Schilder-Klau der Stadt jährlich zehn Millionen Baht (rund 500.000 Mark).
Wir haben mit der Verkehrspolizei über das Problem gesprochen, aber sie kann wenig tun. Die Diebe arbeiten nachts in abgelegenen Gegenden", sagte der Sprecher. Zum Teil würden sie auch Lastwagen benutzen, um die großen Schilder abzutransportieren.
Thailand hat im internationalen Vergleich eine der höchsten Unfallquoten. Nach offiziellen Angaben sterben auf Thailands Straßen rund 19.000 Menschen im Jahr. (yahoo.de - 27.2.2001)

Rückgang der Paddyreisernte in Thailand erwartet
Nach einem Bericht des thailändischen Landwirtschaftsministerium soll in diesem Jahr die Paddyreisernte in Thailand von 24.211 Millionen Tonnen auf 23.995 Millionen Tonnen niedriger ausfallen. Da die Preise der Haupternte gesunken sind, haben viele Reisbauern auf andere Erzeugnisse umgestellt. Die Reisanbaufläche hat sich gegenüber dem Vorjahres um 4,65 Millionen Hektar verringert. (Werner Reichert, 23.02.2001)

Bundeskabinett beschließt IAO Übereinkommen über schlimmste Formen der Kinderarbeit zu ratifizieren - Pressespiegel

Helikopter mit Offizieren in Myanmar von Rebellen abgeschossen
Rebellen der Karen National Union und der Shan United Revolution Army haben in der Nähe der Stadt Pha An im Nordosten Myanmars`s einen Helikopter mit hochrangigen Mitgliedern der regierenden Militärjunta abgeschossen. An Bord des Helikopters befanden sich den Angaben zufolge der Zweite Sekretär des "Staatsrates für Frieden und Entwicklung", Generalleutnant Tin Oo, Generalleutnant Tin Ngwe und Generalmajor Lun Maung, beide enge Vertraute des Junta-Führers General Than Shwe.Durch die anhaltenden Kämpfe zwischen Armee und Rebellen flohen Zehntausende von Menschen ins benachbarte Thailand, wo sie unter primitivsten Bedingungen in Flüchtlingslagern leben. Die Lage an der Grenze zu Myanmar in der Nähe von Mae Sai (Thailand) ist weiterhin gespannt. Starke mit schweren Geschützen ausgerüstete thailändische Truppenverbände habe die Grenzregion hermetisch abgeriegelt um weitere Übergriffe auf die Flüchtlinge zu unterbinden. 
(W. Reichert, 20.2.2001)

Kleine Rebellen im Krieg der Großen
Burmas zwölfjährige Rebellenführer Johnny und Luther: Zwei ganz gewöhnliche Wunderkinder.

Bangkok (sn).
Sie galten als Gesandte Gottes: Die zwölfjährigen Rebellenführer Johnny und Luther Htoo, Anführer von Burmas "Gottesarmee". Nun haben Johnny und Luther das harte Dschungelleben und ihre M16-Gewehre gegen Essen und medizinische Pflege eingetauscht. Sie leben in thailändischer Lagerhaft und der Mythos um den Zwilling ist erloschen.
Ein Bericht von Daniel Kestenholz - Salburger Nachrichten vom 19.2.01 mehr:

Vorschusslob für neues Kabinett in Thailand
Bangkok. - Sechs Wochen nach seinem überwältigenden Sieg bei den Parlamentswahlen in Thailand ist die Regierung des neuen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra vereidigt worden. Schlüsselressorts wie Finanz-, Aussen- und Innenministerium gingen Erwartungsgemäß an Mitglieder von Thaksins "Thai Rak Thai" (Thais lieben Thais) Partei. Die Koalitionsregierung des 51 Jahre alten Milliardärs kann sich im Abgeordnetenhaus auf eine bequeme Mehrheit von deutlich mehr als 300 der insgesamt 500 Sitze stützen. Beobachter gaben der 35-köpfigen Regierungsmannschaft insgesamt gute Noten. "Alles in allem sieht es gut aus, besser, als alle bisherigen Kabinette, die ich kenne", zitierte die Zeitung "Straits Times" (Singapur) den Bangkoker Politikprofessor Damrong Wattana. (SDA - 19.02.2001)

Weitere Berichte zu gleichen Thema
Kurier Online, Österreich - Thailands neues Kabinett vereidigt 18.2.2001

Wachsen neue Gummiberge in Südostasien?
Die größten Gummiproduzenten in Südostasien, Thailand, Malaysia und Indonesien wollen ihren Export von Kautschuk teilweise verringern um die Preise für diesen Rohstoff auf dem Weltmarkt in die Höhe zu treiben. Nach Auskunft der Rubber Association of Indonesia soll die Absprache unter den Produzenten einfacher sein als zu früheren Zeiten in der  International Rubber Organisation. Um rund 20% der Ernte zurückzuhalten, muss Indonesien 15 Millionen Dollar monatlich aufwenden. Die Durchsetzung der Verringerung der Exportmengen und damit eine Verteuerung auf dem Weltmarkt durchzusetzen, ist letztlich von der Zusage Thailands abhängig. Zur Zeit notierte der INRO-Benchmark für Rohgummi das Kilogramm Rohgummi bei 0.6019 Dollar.
(Werner Reichert, 17.2.2001)

Mutmaßlicher Millionenbetrüger Ullrich ausgeliefert
Wolfgang Ulrich, ehemaliger Chef des Deutschen Tierhilfswerk (DTHW) wurde von den thailändischen Behörden an die deutsche Justiz ausgeliefert. Der 56-Jährige, der sich in Thailand aufhielt, landete am Morgen auf den Frankfurter Flughafen und wurde von dort aus nach München gebracht. Ullrich soll als Chef des DTHW zwischen 1993 und 1998 mehr als 70 Millionen Mark aus Beitragszahlungen von DTHW- Mitgliedern auf sein Privatkonto umgeleitet haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft  erließ Haftbefehl gegen Ulrich, der bisher zum Tatvorwurf die Aussage verweigerte. Ullrich war unter strenger Bewachung einer 30-köpfigen Elite-Einheit an den Flughafen der Hauptstadt Bangkok gebracht worden, da ein möglicher Befreiungsversuch zu befürchten war, nachdem er angeblich gegenüber Freunden über 500,000 Dollar für seine Befreiung versprochen haben sollte. Ullrich ist mit einer Thailänderin verheiratet und lebte im Badeort Pattaya, wo er mehrere Restaurants besaß.
Mit den thailändischen Behörden kam Ullrich im Mai vergangen Jahres in Konflikt, weil er sich geweigert hatte, mehr als 1,98 Millionen Dollar Importabgaben für seine Luxus-Yacht "Last Money"  zu bezahlen. Ullrich war aus diesem Grund für einige Monate in Haft und wurde durch eine Generalamnestie des thailändischen Königs aus dem Gefängnis entlassen, aber schon nach kurzer Zeit wieder inhaftiert, nach dem die Münchner Staatsanwaltschaft gegen Ullrich die Auslieferung an Deutschland beantragt hatte. (W. Reichert, 15.2.2001)

Thailändische Armee vertreibt birmanische Vorhut
Mit schwerem Artillerieeinsatz haben thailändische Truppen eine birmanische Vorhut aus dem Grenzgebiet vertrieben. Hunderte von Einwohnern waren geflüchtet, als am Sonntag Artilleriegeschosse in der Stadt einschlugen. Zwei Einwohner wurden dabei getötet, mindestens elf verletzt. Nach offiziellen Pressemitteilungen der thailändischen Militärführung, hielten ca. 200 birmanische Soldaten mehrere Tage lang eine Militärbasis auf einem  strategisch wichtigen Hügel  in Pang Noon im Grenzgebiet besetzt, die Thailand für sich beansprucht.. Bei dem neunstündigen Artilleriebeschuss sind auf der birmanischen Seite fast 100 Soldaten getötet worden. Nach Darstellung der thailändischen Regierung feuerten zunächst burmesische Regierungstruppen und die mit ihnen verbündete "United Wa State Army" auf Milizen der Volksgruppe der Shan, die sich auf die thailändische Seite zurückgezogen hatten. Die "United Wa State Army" gilt als einer der größten Produzent von Amphetaminen, die nach Thailand geschmuggelt werden. Deshalb sieht die Thailändische Regierung hinter den Gefechten einen Kampf um Drogen zwischen verfeindeten Milizen. Thailand fordert jetzt Entschädigung für die Toten und Verletzten sowie für den Sachschaden der Kämpfe in Pang Noon und der Grenzstadt Mae Sai. Vom birmanischen Militärregime in in Rangun war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (the nation, bankok post. 12.02.2001)

Zwei Creutzfeld-Jacob-Erkrankungen in Thailand
Nach Auskunft der thailändischen Gesundheitsbehörde, leiden vermutlich zwei Menschen an der neuen Variante der Creutzfeld-Jacob-Krankheit (CJK) in Thailand. Dies meldete die thailändische Presseagentur Thai am 9. Februar. Die Gesundheitsbehörde gab am Freitag eine entsprechende Warnung heraus, ohne Details zu nennen. Nach Meinung vieler Wissenschaftler kann CJK durch den Verzehr BSE-befallenen Rindfleischs ausgelöst werden. Thailand galt bisher als BSE-frei. Thailand hatte zwei Wochen zuvor ein Importverbot für Rindfleisch aus Europa erlassen. (10.2.2001, Y. Busayakhorn, Chiang Mai)

Shinawatra neuer Ministerpräsident in Thailand
Bangkok - Das Parlament in Bangkok hat den Chef der Partei Thai Rak Thai (Die Thailänder lieben die Thailänder, TRT), Thaksin Shinawatra, zum neuen Ministerpräsidenten Thailands gewählt. Für Shinawatra stimmte die Mehrheit von 340 Abgeordneten. Gegen den umstrittenen Telekom-Milliardär votierten 127 der 497 anwesenden Volksvertreter in dem 500-köpfigen Repräsentantenhaus; 30 enthielten sich. Die Partei TRT hatte am 6. Jannuar die Parlamentswahl. Zusammen mit ihren Koalitionspartnern Chart Thai und New Aspiration Party (NAP) hat sie eine Mehrheit von 325 Abgeordneten im Unterhaus. (the nation - 9.2.2001)

Österreicher  von Thailand aus erpresst
In den vergangenen Tagen gingen bei Gastronomen und Vermieter in verschiedenen Bundesländern in Österreich Erpresserbriefe ein. . Darin heißt es, man wisse von deren Steuerhinterziehungen. Stillschweigen könne man durch Überweisung von 50.000 Schilling auf ein Konto nach Thailand erkaufen. (Werner Reichert, 9.2.2001)

Kuriose Hochzeit in Thailand
Eine Elefantenhochzeit zum Valentinstag, nicht nur im sprichwörtlichen Sinn, sollen am 14 Februar in der thailändischen Stadt Ayuthaya, 70 Kilometer nördlich von Bangkok stattfinden. Die beiden Dickhäuter Buabaan (Geöffneter Lotus) und Ooyjai (Liebling) sollen nach dem Willen der Verantwortlichen eines thailändischen Elefantenzirkus, den Bund fürs Leben schließen. Nach Auskunft eines Zirkussprechers, sind Mitarbeiter daran beschäftigt für den Bräutigam Buabaan einen Smoking und für seine gleichaltrige Braut ein indisches Sari-Gewand zu nähen. Die Trauung soll den beiden der örtliche Stadtgouverneur geben. (Werner Reicher,. 9.2.2001)

Internationale Konferenz zum Schutz asiatischer Elefanten
Mehr als 100 Elefanten-Experten beschäftigen sich seit Montag auf einer Konferenz in Bangkok mit dem Schutz asiatischer Elefanten. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie das rapide Absinken der Zahl der Jungtiere in den vergangen Jahren aufgehalten und der Schmuggel der Tiere eingedämmt werden können. Thailand gilt als ein Zentrum des Elefantenschmuggels. Die Tiere kommen aus den Nachbarländern Laos, Birma, Kambodscha und Vietnam.
Elefantenbabies werden vor allem als Touristenattraktionen in die großen Ferienregionen Thailands geliefert. Die Experten planen unter anderem eine umfassende Registrierung der domestizierten Tiere. Damit solle nicht nur bessere Forschung und medizinische Versorgung der Dickhäuter gewährleistet, sondern auch der illegale Handel eingedämmt werden. Die Zahl der frei lebenden Elefanten wir in Süd- und Südostasien auf 37.000 Tier geschätzt. Daneben gibt es noch gut 15.000 domestizierte Elefanten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es allein in Thailand noch 100.000. (The Nation - 5.2.01)

Endergebnis der Wahl in Thailand bestätigt Sieg der Opposition
Bangkok (AP) Das Endergebnis der Parlamentswahl in Thailand hat den Sieg der Opposition bestätigt. Die Wahlkommission gab am Freitag bekannt, dass nun alle 500 Mandate vergeben seien. Das Endergebnis hatte sich wegen zahlreicher Betrugsfälle, die Nachwahlen in 62 Wahlkreisen notwendig machten, um fast vier Wochen verzögert.
Die bislang oppositionelle Partei Thai Rak Thai des Wirtschaftsmagnaten Thaksin Shinawatra, der vermutlich der reichste Mann Thailands ist, verfehlte mit 248 Sitzen die absolute Mehrheit nur knapp. Die Demokratische Partei (DP) von Ministerpräsident Chuan Leekpai kam nur auf 128 Sitze. Thaksin wird eine Drei-Parteien-Koalition leiten, die insgesamt 325 Mandate hat. Ihr gehören weiter die Partei Chart Thai mit 41 Abgeordneten und die Partei Neues Streben mit 36 Abgeordneten an. Thaksin erklärte, er wolle bis zum 9. Februar im Parlament bestätigt sein, ein neues Kabinett werde er am 14. Februar vorstellen und am 25. Februar seine Politik erläutern. (2.01.2001, yahoo.de)

«Thais lieben Thais» gewinnen Wahlen in Thailand
Sieg für Telekom-Tycoon: Thaksin Shinawatra ist neuer Ministerpräsident in Thailand. Ein Bericht der Netzzeitung vom 9.02.2001

Nachwahlen in Thailand nach Disqualifizierung 
von 62 Abgeordneten
Bangkok (dpa) - In Thailand haben Nachwahlen zur Parlamentswahl vor drei Wochen begonnen. 62 Abgeordnete waren wegen Betrugs disqualifiziert worden. Mehr als die Hälfte von ihnen gehören der Partei des Telekom-Unternehmers Thaksin Shinawatra an. Nach der neuen thailändischen Verfassung darf die Wahlkommission Kandidaten den Einzug ins Unterhaus verwehren, falls sie bei Stimmenkäufen ertappt werden. Angaben eines Mitglieds der Wahlkommission zufolge gab es allerdings auch vor den Nachwahlen Hinweise auf Unregelmäßigkeiten.
(Yahoo.de - 29.01.2001)

Aufruf zum Boykott von Elefanten-Shows
Appell an Thailandbesucher

(faf) Weil in Thailand immer mehr Elefanten-Babys durch Misshandlung sterben, appellieren Tierschützer an die Touristen, die landesweit populären Elefanten-Shows zu boykottieren. Die vorgeführten Elefanten, so der Wildlife Fund Thailand, seien häufig ihren Müttern weggenommen worden, bevor sie richtig entwöhnt waren. Viele der Kleinen seien außerdem in freier Natur Wilddieben in die Hände gefallen, nachdem man ihre Mütter getötet hatte. Diese Tiere seien durch die Trennung und die Gefangenschaft ohnehin traumatisiert und litten nun zusätzlich unter dem Stress der Touristenveranstaltungen. Am ärgsten ergehe es den Dickhäutern auf der Ferieninsel Phuket, wo ständig rund 500 von ihnen die Urlauber unterhalten müssten. Wer in Thailand Elefanten sehen wolle, solle einen der Nationalparks besuchen. Bei den Shows stellten die Veranstalter stets ihren Profit über das Wohl der Tiere.
(Quelle: Berliner Zeitung - 28.1.2001)

Thailand bietet kostenlose Behandlung bei Economy-Class-Syndrom
Studie mit Langstreckenpassagieren in Bangkok
Bangkok (AP) Die thailändischen Behörden bieten Fluggästen mit dem so genannten Economy-Class-Syndrom eine kostenlose Behandlung an, wenn sie an einer Studie zum Thromboserisiko auf Langstreckenflügen teilnehmen. Mit Hilfe der Studie sollen ab kommenden Monat Präventivmaßnahmen gegen Thrombose entwickelt werden, wie Doktor Somchai Bowornkit, ein Berater im Gesundheitsministerium am Donnerstag erklärte. Die Wissenschaftler wollen Fluggäste in Bangkok über 40 Jahre zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrer Unterbringung in der Maschine befragen.
Falls die befragten Passagiere Symptome des Economy-Class-Syndroms zeigten, würden sie kostenlos behandelt, sagte Somchai. Von besonderem Interesse für die Forscher seien Langstreckenpassagiere aus Europa und Nordamerika, die unter Herzkreislaufbeschwerden, Diabetes und Krampfadern litten. Somchai erklärte, während andere Studien sich auf die Ursache und Symptome des Economy-Class-Syndroms konzentrierten, wollten die thailändischen Forscher den Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Lebensstil der Patienten untersuchen. Dabei solle zwischen der Economy-Klasse, der Business und der Ersten Klasse unterschieden werden.
Die Passagiere müssten Fragen zu ihren Lebensgewohnheiten, vorangegangenen Erkrankungen und ihrem Beruf beantworten, um festzustellen, welche Rolle diese Faktoren beim Economy-Class-Syndrom spielten, erklärte Somchai. Den wichtigsten Hinweis auf eine Erkrankung lieferten die Patienten selbst: wenn sie nach dem Flug leichte Brust- oder Bauchschmerzen verspürten, könnten sie innerhalb eines Jahres an dem Syndrom erkranken. (Yahhoo.de, 25.01.01)

Siemens erhält zwei Netz-Aufträge aus Thailand im Gesamtwert von 124 Mio Euro
Muenchen (dpa-afx) - Der Münchener Siemens-Konzern hat in Thailand zwei Aufträge zum Aufbau von so genannten GSM-Netzen zum Mobilfunk-Betrieb erhalten. Wie das Unternehmen in München mitteilte, hat der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) einerseits vom führenden thailändischen Mobilfunkanbieter Advanced Info Service (AIS) einen Auftrag für den Ausbau des GSM-Netzes in Höhe von 47 Mio. Euro erhalten.
Außerdem habe der thailändische Anbieter ACT Mobile Ltd. angekündigt sein GSM-Netz von einem Konsortium, dem Siemens angehört, errichten zu lassen. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich nach Siemens-Angaben auf 77,5 Mio. Euro./bz/fn (yahoo.de, 22.1.01)

Wirtschaftskrise in Thailand spitzt sich zu
Die im Juli 1997 über die sogenannten "Tiger-Staaten" hereingebrochene Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden. Selbst den Thais im Land des Lächelns ist das Lächeln vergangen. Die noch mit Optimismus zu Ende gebauten Großprojekten in Thailand stehen nach wie vor leer oder sind nur zu einem Viertel belegt. Die Zahl der statistisch Armen hat sich um 1,5 Millionen auf 13 Prozent der Bevölkerung erhöht. Langsam dämmert den Experten und Politikern, dass es noch Jahre dauern wird, bis die Krise überwunden, der alte Lebensstandard wieder erreicht ist.
Am stärksten betroffen ist die thailändische Landwirtschaft, von der immerhin 60 Prozent der Landesbevölkerung leben. Nach dem die Weltmarktpreise für Reis um die Hälfte eingebrochen ist, Thailand ist immerhin der weltweit größte Reisexporteur, und der Import für Düngemittel sich um das Doppelte verteuert hatte, führte die Bauern in eine immense Verschuldung. Eine Studie im Norden des Landes kam zum Ergebnis, dass die Bauern durchschnittlich mit 100 000 Baht (5200 DM) in der Kreide stehen. Das ist ein Mehrfaches ihres jährlichen Einkommens. Die Bankzinsen beginnen bei neun Prozent und steigen auf 18 Prozent, wenn die Kredite nicht rechtzeitig zurückbezahlt werden. Die Bauern sind gezwungen, bei privaten Geldverleihern zusätzliches Geld aufzunehmen. Die aber verlangen fünf Prozent Zinsen - im Monat. Das führt zu einer regelrechten Verelendung auf dem ohnehin schon armen Land. "Aus der Wirtschaftskrise ist eine soziale Krise geworden", sagt Srisuwan Kuankachorn, der eine private Umweltorganisation leitet.
Das im letzten Jahr erzielte Wachstum von 5 Prozent, ist wesentlich auf den Export und auf Investitionen ausländischer Kapitalanleger zurück zu führen. Die daraus erwarteten Hoffnungen dürfen aber wieder getrübt sein, da der wirtschaftliche Boom in den USA, der mit zur Stabilisierung der thailändischen Wirtschaft beigetragen hat, sich dem Ende zuneigt. Auch die Tatsache, dass Thailand kein Billiglohn Standort mehr ist, da in den Nachbarländer wie Vietnam, Laos Bangladesh und China Arbeitskräfte weitaus billiger sind, ist es gerade für Thailand weitaus schwieriger sein, aus dieser Krisensituation wieder herauszukommen. Auch der Versuch auf qualitativ höherwertige Produktionsgüter umzustellen scheitert daran, dass es im Land an gut ausgebildete Arbeitskräften mangelt. Annähernd 90 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind ungelernte Arbeitskräfte. Das Land hat es gegenüber seinen Konkurrenten in den Nachbarstaaten versäumt, in Schulen und Ausbildungseinrichtungen zu investieren. Daran werden auch die neuen politischen Verhältnisse im Land nichts ändern.
(W.Reichert, 18.01.2001)

Proteste gegen Stimmenauszählung in Thailand Verletzte bei Zusammenstössen im Süden des Landes
Bangkok, 9. Jan. (ap) Bei gewaltsamen Protesten gegen die Stimmenauszählung nach den Parlamentswahlen in Thailand sind am DienstagDutzende von Personen verletzt worden. Im Bezirk Langu, 970 Kilometer südwestlich von Bangkok, kam es zu einer Strassenschlacht zwischen rund 1000 Demonstranten und 500 Polizisten. Die Demonstranten setzten das Wohnhaus des gewählten Kandidaten der Demokratischen Partei in Brand. Auch in anderen Gebieten im Süden des Landes kam es zu Zusammenstössen. Nach Angaben der Wahlkommission wurde die Stimmenauszählung bisher in 243 der 400 Wahlkreise abgeschlossen. Nach den bisherigen Ergebnissen hat die Partei des Unternehmers Thaksin Shinawatra möglicherweise eine absolute Mehrheit erzielt. Im Süden Thailands dominierte aber die Demokratische Partei von Ministerpräsident Chuan Leekpai. Bei der Wahlkommission gingen zahlreiche Beschwerden über Wahlbetrug ein.

Bangkoks Tuk-Tuk nun auch noch mit Internetanschluss
Thailands Tuk-Tuk-Fahrer waren schon immer die Paradiesvögel auf den Straßen der Hauptstadt. Nun hat eine Bangkoker Internetfirma 6 dieser dreirädrigen Kleintaxis mit Laptops und Satellitenübertragungstechnik ausgestattet, die nun in voller Fahrt Bilder live ins Word Wide Web übertragen. Was am Anfang belächelt wurde, scheint nun für die werbetreibende Tourismusindustrie eine Möglichkeit zu sein, dass Image Thailands als Urlaubsland wieder etwas aufzupolieren. www.tuktuktravel.com  (W.Reichert, 9.1.2001)

Drogen im Wert von mehreren Millionen in Thailand sichergestellt

Bei einer Drogenrazzia auf zwei Schiffen vor der Insel Surin in der Provinz Pnangnga haben Marineeinheiten Heroin und
Amphetamine im Wert von 23,25 Millionen Dollar (rund 48 Millionen Mark) beschlagnahmt. Auf beiden Dampfern wurden insgesamt 100 Kilogramm Heroin und vier Millionen Amphetamin-Tabletten gefunden. Die 24-köpfige Besatzungsmitglieder auf beiden Schiffen, die unter thailändischer Flagge fuhren und aus Richtung Burma kamen, wurden festgenommen. Nach Mitteilung der thailändischen Behörden handelte es sich dabei um den größten Drogenfund seit mehreren Jahren. (W.Reichert, 9.1.2001)

Thaksins Partei schafft Machtwechsel in Thailand
Bangkok (Reuters) - Bei den Parlamentswahlen in Thailand hat die Partei des unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Ministers Thaksin Shinawatra Medienberichten zufolge die absolute Mehrheit gewonnen. Der Fernsehsender iTV berichtete am Sonntag, nach inoffiziellen Ergebnissen habe die Partei TRT 253 bis 256 der 500 Parlamentssitze erhalten. Als zweitstärkste Partei könnten die Demokraten des amtierenden Regierungschefs Chuan Leekpai mit 124 bis 129 Sitzen rechnen. Trotz der voraussichtlichen Parlamentsmehrheit hat Thaksin noch für Sonntag Koalitionsgespräche geplant. Sollte das Oberste Gericht eine Korruptionsanklage gegen den Milliardär jedoch bestätigen, würde er des Amtes enthoben und fünf Jahre lang von politischen Ämtern ausgeschlossen.
Das thailändische Fernsehen berichtete von den inoffiziellen Ergebnissen, die die Prognosen des Wahlsiegs der Partei Thai Rak Thai (Thais lieben Thais) bestätigen. Am Sonntag wurden in mehreren Bezirken nach der Wahl vom Vortag noch Stimmen ausgezählt. Das offizielle amtliche Endergebnis wurde für den späteren Verlauf des Sonntags erwartet. Chuan gestand jedoch noch in der Wahlnacht seine Niederlage ein. Er respektiere den Willen des Wahlvolkes, einen Wechsel herbeizuführen, sagte der langjährige Ministerpräsident vor Reportern im Süden Thailands. Kritiker werfen Chuan Fehler in der Wirtschaftspolitik vor, wodurch Thailand die Asienkrise bis heute nicht überwunden habe.
Thaksin hatte angekündigt, sich als Ministerpräsident mit ganzer Kraft für das Land einzusetzen. Die Antikorruptionskommission des Landes hatte Anklage gegen ihn erhoben, da er in den 90er Jahren als Minister illegal Vermögenswerte angehäuft haben soll. Der 51-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Sollten die Obersten Richter ihn dennoch des Amtes entheben, sehen Beobachter eine Verfassungskrise auf das Land zukommen. Thaksin, der als Chef eines Telekommunikationsunternehmens über ein Milliardenvermögen verfügt, will als Regierungschef einen pro-westlichen Wirtschaftskurs verfolgen. Er hatte angekündigt, er wolle für eine Regierung über etwa 320 Mandate verfügen. Deshalb wurde damit gerechnet, dass Thaksin eine Koalition mit einer oder zwei kleineren Parteien wie der NAP oder der CP von zwei jeweils ehemaligen Ministerpräsidenten anstrebt.
Die Zeitung "Bangkok Post" forderte Thaskin auf, vor einem Amtsantritt das Urteil des Obersten Gerichts abzuwarten. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage brauche das Land politische Stabilität um - besonders ausländischen Investoren - Vertrauen einzuflößen. "Wie kann ein Politiker, dessen Zukunft in der Schwebe hängt, dieses Vertrauen schaffen?", hieß es in dem Blatt.
Die Wahlen wurden erstmals unter den Bestimmungen der Verfassung von 1997 abgehalten, die zur Bekämpfung der Korruption im Land geändert worden war. So hat eine neue Wahlkommission erstmals die Befugnis, Kandidaten wegen Stimmenkaufs zu disqualifizieren und Abstimmungen in betroffenen Wahlkreisen wiederholen zu lassen. (www.yahoo.de, 7.1.2001)

Der Tag nach der Wahl
Bei den Parlamentswahlen in Thailand ging Thaksin als Sieger hervor. Stimmungen und Meinungen aus der deutschsprachigen Presse.

Argauer Zeitung
Süddeutsche Zeitung
Kurier
Neue Züricher Zeitung
Lichtensteiner Volksblatt
Südostschweiz Presse
Tagblatt
Walsroder Zeitung

Thailand vor den Wahlen
Am 6. Januar finden Parlamentswahlen in Thailand statt. Hintergruende, Stimmen und Meinungen der deutschsprachigen Presse vom 5.1.2001

Aargauer Zeitung
Bieler Tageblatt

Börsen-Zeitung
Deutsche Welle
Die Welt
Dere Landbote (Schweiz)

Tagblatt

Salzburger Nachrichten

Steueraffäre könnte den Ergeiz des Thailänders Thaksin stoppen
Der thailändische Telekom-Unternehmer Thaksin Shinawatra, Milliardär und aussichtsreicher Kandidat für das amt als Premierminiester droht das Aus kurz vor den anstehenden Wahlen in Thailand. Die neue Nationale Anti-Korruptionskommission hat ihn in dieser Woche für schuldig erklärt, gegen das Grundgesetz verstoßen zu haben, da er einen Teil seines Vermögens verheimlicht hat. Sollte das Verfassungsgericht den Vorwurf bestätigen, darf er nach thailändischem Recht, fünf Jahre lang kein politisches Amt führen. Für den amtierenden Regierungschef Chuan Leekpai, der in der Gunst der Bevölkerung  nach Umfragen deutlich hinter Thaksin liegt, wäre dies die einzige Chance, im Amt zu bleiben. Doch Thaksin, Vorsitzender der neu gegründeten Partei „Thai Rak Thai“, denkt nicht an einen Rücktritt und verkündet kämpferisch „Ich bleibe Kandidat“.
Hindergrund der Affäre um Taksin sind auch Vorwürfe aus dem Jahr 1997. Damals erschütterte eine dramatische  Finanzkrise  das Land und völlig entnervt von der wuchernden Korruption hatten Reformer der thailändischen Demokratie eine neue Verfassung durchgesetzt, die es erlaubt, die Politiker genauer unter die Lupe zu nehmen. Regierungschefs und Minister müssen ihr Vermögen in allen Einzelheiten offen legen. Taksin, der im Jahr 1977 kurzfristig Vizepremier war, hatte versucht seinen tatsächlichen Reichtum zu verschleiern. Eine Veröffentlichung seines Vermögens hätte zu jener Zeit die Steuerbehörden auf den Plan gerufen, da er 17 Firmenbeteiligungen an seiner
Shinawatra-Unternehmensgruppe verheimlichte.
Neben der
„Thai Rak Thai-Partei“ und der „Demokratischen Partei“ von Chuan Leekpai stellen sich über 20 weitere Parteien der Wahl, wobei sich die meisten in ihren Programmen kaum unterscheiden. Die meisten Parteien Thailands funktionieren eigentlich als reine „Wahlmaschinen, deren Kandidaten sich um einflussreiche Politiker und reiche Thais scharen.
Der vermögende Taksin, verstand es in den letzten Wochen im Wahlkampf nicht nur junge Abgeordnete in sein Lager herüber zu ziehen, sondern auch viele konservative Provinzgrößen, die nach alter Tradition wie kleine Fürsten im Lande herrschen. Auch profitiert Thaksin von der gegenwärtigen Situation, dass er momentan nicht der amtierenden Regierung angehört, die Thailand aus der wirtschaftlichen Krise herausführen soll und der Bevölkerung tief eingreifende Sparprogramme auferlegt hatte, wodurch sie viel an Sympathie in der Bevölkerung verloren hat. 

Die Wahl wird vor allem von der armen bäuerlichen Landbevölkerung entschieden. Viele Bauern haben hohe Verluste für Ihre Produkte hinnehmen müssen und haben sich beim Kauf von Düngemittel, Pestizide und Saatgut bei den Banken und Geldverleihern hoch verschuldet. Aus diesem Grund verspricht Thaksin den armen Bauern ein dreijähriges Schuldenmoratorium. Viele Thailänder sehen in ihm heute als Hoffnungsträger.
(Ladda Reichert - 3.1.2001)

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