Sukhothai Epoche

Sukhothai Historical Park (6301 Byte)

Der Sukhothai Historical Park
Foto Werner Reichert

 

 

 

 

Sukhothai Historical Park - stehender Budda(5493 Byte)

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Sukhothai Historical Park - Budda mit Chedi (4815 Byte)

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Ayutthaya - Epoche

Bangkok - Epoche

Geschichte & Kultur

Sukhothai, Geschichte einer einer Stadt und eines Königreiches

Der Legende nach wurde die Stadt um 500 n.Chr. gegründet. Einer ihrer königlichen Herrscher soll Chao Aluna Khmara gewesen sein, Sproß einer Verbindung zwischen einem Menschen und einer mythischen Naya-Prinzessin. Vor Einahme der Stadt Sukhothai durch die Thais im 13. Jahrhundert, wurde sie von den Khmers beherrscht.

Das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Thais war im südlichen China in der heutigen Region Yünnan`s, wo sie im 7. Jahrhundert das Königreich Nanchao gegründet hatten. Als die Chinesen begannen diese immer mehr zu bedrängen, wanderten sie südwärts. Im Jahr 1235, nach der Eroberung des Königreiches Nanchao durch die Mongolen, begann eine verstärkte Völkerwanderung in den Süden, wobei sie sich in den neuen Siedlungsgebieten mit den dort lebenden Mon, Khmer und Burmesen vermischten.

Nachdem allmählich der Herrschaftsbereich der Khmer im 13. Jahrhundert bröckelte, übernahmen Mitte des 13. Jahrhunderts die Thais, die Macht im Norden des heutigen Thailands. Im Jahr 1235 schlossen sich einige von Thais beherrschten Fürstentümer im Norden zusammen. Sie nahmen den dort ansässigen Mon Haripunjai (Lamphun), und den Khmer Sukhothai ab. Das erste Königreich der Thais wurde1238 gegründet, nachdem zwei Thai-Prinzen Khun Pa Muang und Khun Bang Klang, die bei den Khmer im Dienst standen, erfolgreich eine Rebellion gegen die Herrschaft der Khmers führten. Als sie eine Armee des Khmer-Generals Khan Lampong geschlagen hatten, erklärten sie Sukhothai zu einem unabhängigen Staat. Prinz Khun Bang Klang wurde zum König gekrönt und erhielt den Titel Sri Inthrathit. Sein Mitstreiter Prinz Khun Pa Muang wurde mit einem Regierungsposten belohnt. Da er  mit einer Khmer-Prinzessin verheiratet war, hatte er nur wenig Vertrauen in der Bevölkerung.

Weitere kriegerische Eroberungen und einer Reihe von diplomatischen Annexionen in den Folgejahren, führten zu einer raschen Vergrößerung des Sukhothai-Reiches. Die diplomatischen Annexionen ergaben sich aus dem Umstand, daß sich die Nachbar-Fürstentümer, nachdem sie sich vom Joch der Khmer befreit hatten, einem sehr liberal regierten und zunehmend stärker werdenden jungen Thai-Königreich gegenübersahen, dem sie lieber beitraten als sich militärisch unterwerfen zu lassen.

Es gab in Sukhothai keine Sklaverei, noch legte der Staat den Bürgern eine übermässige Steuerlast auf. Die Staatsform war zwar schon die eines Königreiches, aber die Herrscher Sukhothais regierten nicht absolut. Die Könige galten nicht wie bei den Khmer als göttliche Könige.

Als erster machtvoller Herrscher tut sich König Ramkhamhaeng hervor, nachdem er 1279 den Thron bestieg und Sukhothai als Hauptstadt des Königreichs Siam erklärte. Er ist allerdings nicht der direkte Nachfolger seines Vaters. Vor ihm regierte sein älterer Bruder Ban Muang, der nicht zu verwechseln ist mit Prinz Pa Muang, Sri Inthrathits Mitstreiter in der Rebellion gegen die Khmers. Jedoch gibt es keine historischen Aufzeichnungen darüber, wann Ban Muang den Thron bestiegen und für wie lange er ihn innehatte.

In den folgenden Jahren Ramkhamhaengs Regentschaft eroberten seine Armeen ein Gebiet, das nicht nur die Fläche des heutigen Thailand umfasst, sondern auch den Osten und Süden des heutigen Nyanamar (Burma) und praktisch die gesamte Malaiische Halbinsel.

Ramkhamhaengs Königreich war aber nicht das einzige, in der weiteren Nachbarschaft entstanden in Chian Rai und Chian Saen weitere Thai Fürstentümer. Aufgrund seiner guten Beziehung zu König Mengrai, verzichtete er auf die Eroberung des Territoriums seines schwächeren Nachbarn im Norden. Seine militärischen Erfolge waren nicht die einzige Leistung, König Ramkhamhaeng schuf auch die heute bekannte Thai-Schrift und verankerte den von Sri Lanka herübergekommenen Theravada-Buddismus in der Gesellschaft. Das Thai-Alphabet, das er entwickelte, ist sowohl an das Sanskrit als auch das Pali (beides Sprachen indischen Ursprungs) angelehnt, enthält darüber hinaus aber auch Elemente aus dem Burmesischen und der Khmer-Sprache, die beide wiederum auf Sanskrit und Pali basieren.

In die Thai-Sprache wurden aber nicht nur Schriftzeichen aus den Nachbarsprachen integriert, sondern auch ganze Wörter. Legendär wurde der König schließlich durch seine in eine Steintafel gemeißelte Regierungserklärung, in der erstaunlich viele demokratische Elemente enthaltene sind. Diese Steintafel wird heute im Nationalmuseum in Bangkok aufbewahrt. Weitere Steintafeln aus dieser Zeitepoche können auch im National-Museum in der Provinzhautstadt des Isan, in Khon Kaen bewundert werden. Die Blüte des Königreichs Sukhothai endete jedoch nach dem Tode von König Ramkhamhaengs. Durch die Uneinigkeit seiner Nachfolger kam es schließlich zur Teilung des Königreichs in mehrere Fürstentümer. Statt Sukhothai gewinnt die Kapitale Ayutthaya an Macht. Im Jahre 1371 marschiert König Boromaraja I von Ayutthaya, einem neu gegründeten Thai- Königreich südlich von Sukhothai, in Gebieten ein, die von Sukhothai regiert werden. Mitte des 14. Jahrhunderts waren die Könige von Ayutthaya immer mächtiger geworden und annektierten im Jahre 1376 Sukhothai. König Tammaraja II von Sukhothai akzeptiert für sein Reich den Status als Vasall Ayutthayas. Damit endet die unabhängige Geschichte Sukhothais nach nur 138 Jahren.

 


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Last modified: 17.02.2001