Visa für Einladung einer Au-pair Person

 

Wer darf als Au-pair kommen?

Ausländischen Staatsangehörigen, die nicht älter als 25 Jahre sind, kann die Einreise und der Aufenthalt für eine einmalige Au-pair-Beschäftigung in Familien ermöglicht werden, in denen Deutsch als Muttersprache gesprochen wird. Der Aufenthalt kann längstens ein Jahr dauern.

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Was ist vor der Einreise zu beachten?

Das Visum wird bei der deutschen Auslandsvertretung beantragt, ein Einladungsschreiben der deutschen Gastfamilie ist beizufügen. Die Auslandsvertretung übersendet den Visumantrag an die Ausländerbehörde und fordert eine Stellungnahme an.

Nachdem der Antrag geprüft worden ist, teilt die Ausländerbehörde das Prüfungsergebnis der Auslandsvertretung mit, die über die Erteilung des Visums entscheidet.

Der Prüfungsaufwand ist davon abhängig, ob die Au-pair-Beschäftigung privat oder über eine  Vermittlungs- organisation arrangiert wurde:

1. Ohne Vermittlungsorganisation:

Die Ausländerbehörde wendet sich an die deutsche Gastfamilie und bittet um die Vorlage folgender Unterlagen:

Personalausweis oder Reisepass mit Anmeldebetätigung des Haushaltsvorstandes

Netto-Verdienstbescheinigungen der letzten drei Monate bei Arbeitnehmern bzw. Netto-Einkommensbestätigung des Steuerberaters bei Selbständigen

Bei Arbeitnehmern Bescheinigung des Arbeitgebers über ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis

Mietvertrag einschließlich Angabe der Miethöhe

Verpflichtungserklärung nach § 84 des Ausländergesetztes über die Sicherung des Lebensunterhalts, der Unterbringung und des Krankenversicherungsschutzes für das Au-pair. (Das Formular wird mit der Anforderung übersandt)

Eine persönliche Vorsprache der Gastfamilie in der Ausländerbehörde ist nicht erforderlich, es reicht eine Übersendung von Kopien der Unterlagen per Post.

Nach Eingang dieser Unterlagen wird das Arbeitsamt beteiligt mit der Bitte um Zusicherung der Arbeitsgenehmigung. Liegt diese vor, gibt die Ausländerbehörde die Stellungnahme an die Auslandsvertretung ab, die über die Visumerteilung entscheidet.

2. Bei Vermittlung über eine Hamburger Vermittlungsorganisation:

Ist die Vermittlung über eine in Hamburg ansässige Vermittlungsorganisation erfolgt, die eine entsprechende Erlaubnis der Arbeitsverwaltung besitzt, ist eine Abgabe der Verpflichtungserklärung nach § 84 AuslG gegenüber der Ausländerbehörde nicht erforderlich, da dies bereits in der Vermittlungsorganisation erledigt wurde.

Die Vermittlungsorganisationen stellen auch die Bescheinigung über die Einladung zur Au-pair-Beschäftigung für den Visumantrag aus.

Werden Au-pair-Beschäftigungen privat oder über Organisationen außerhalb des Kreises (Kreisverwaltung) vermittelt, muss die Verpflichtungserklärung nach § 84 AuslG gegenüber der Ausländerbehörde abgegeben werden.

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Was ist nach der Einreise zu beachten?

Nach der Erteilung des Visums und der Einreise ist folgendes zu veranlassen:

  • Wohnungsanmeldung beim Einwohner-Meldeamt unter Vorlage des Passes
  • Beantragen der Arbeitsgenehmigung beim zuständigen Arbeitsamt 
  • Beantragen der Aufenthaltsbewilligung vor Ablauf des Visums bei der zuständigen Ausländerbehörde. Die zuständige Ausländerbehörde erfragen Sie bitte bereits bei der Wohnungsanmeldung

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Allgemeiner Hinweis:

Diese Informationen sind auf den „Normalfall„ zugeschnitten. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Alle Angaben ohne Gewähr.

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