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deutsch-thailändisches
Ehepaar vor Gericht
Songkhran in
Deutschland
Teures Souvenirs
Bluten Schweizer Schulen
aus
Asiens Elefanten brauchen
Zukunft
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Thais werden in Deutschland in die
"Sklaverei" gelockt
Der thailändische Botschafter teilte gestern mit, dass die Versprechung auf ein besseres Leben in Deutschland viele
thailändische Frauen und Transsexuelle in eine Art "moderne Sklaverei" in die
Hände von Menschenschmugglern bringt.
Der thailändische Botschafter, welcher für Deutschland zuständig ist, Kasit
Piromya, erklärte das Menschen, die von Kriminellen in Übersee ausgenutzt worden sind, sich selbst bei den
Behörden stellen und gegen ihre "Macher" aussagen sollten.
Er erklärte, dass das Problem so schwerwiegend geworden sei, dass die thailändische
Botschaft und die deutsche Vereinigung zur Bekämpfung von Kriminalität sich am 19.
März mit der thailändischen Gemeinde in Frankfurt getroffen habe um Wege zu finden, die zur Beendigung der
Kriminalität führen.
Thailändische und deutsch Behörden mussten ihre Bemühungen besser koordinieren, und Opfer
müssten mehr Vertrauen in die deutsche Polizei bekommen, sagte er.
Besonders Besorgniserregend für die deutsche Polizei sei die ansteigende Anzahl von
thailändischen Ausweisen, welche gefälschte Informationen enthielten.
Er erklärte, dass Thailänder mit solchen Ausweisen ein drei Monate gültiges
deutsche Touristenvisa erhielten, aber letztendlich in kriminellen Machenschaften enden.
Im Januar wurde bei einem Treffen mit dem Ministerium für Arbeit entschieden, dass eine besondere Einrichtung, die sich mit Transsexuellen befasst,
gegründet wird, und dass diese Einrichtung sich die deutschen Richtlinien
bezüglich der Geschlechtsumwandlung zugrunde legen sollte.
In Deutschland müssen beide, das Gericht und ein Psychiater, einer Operation
bezüglich Geschlechtsumwandlung zustimmen.
Gegenwärtig erlaubt das thailändische Auswärtige Amt, dass Transsexuelle nach Deutschland einreisen
dürfen, falls sie einen gültigen Ausweise besitzen, der ein Lichtbild von ihnen vor und nach der Geschlechtsumwandlung beinhaltet. Kasit
erklärte, dass ein Hauptproblem, mit dem sich deutsche Behörden beschäftigen
müssen sei, dass die Opfer oft zuviel Angst hätten verhaftet oder ausgeliefert zu werden und deshalb keine Hilfe suche.
Die meisten thailändischen Opfer wurden entweder durch ihre Familienangehörigen
oder Agenturen, die ihren Sitz in Thailand haben, betrogen, indem sie einen Vertrag unterschrieben, der sie automatisch mit
ungefähr DM 30.000,- bis DM 50.000,-- (Bt600,000 bis Bt1 Million) bei den Banden verschuldet.
Die meisten registrieren nicht, dass dies in DM ist, " sagte Kasit und fügte
hinzu, dass die Banden sie dann noch zur Prostitution heranzögen um die Schulden und andere Ausgaben zu begleichen.
(Petra Kempf, 19.4.2001, Quelle
The Nation)
Deutsch-Thailändisches
Ehepaar wegen Menschenhandel vor Gericht
Vor dem Landgericht in Bad Kreuznach muss sich ein deutsch-thailändisches Ehepaar wegen Förderung der Prostitution, schweren Menschenhandels und Zuhälterei verantworten. Nach Mitteilung des Landgericht wird das Urteil am 26 April gesprochen. Die Thailänderin soll laut Anklage Bar in Wittlich ein Bordell betrieben haben und eine junge Thailänderin mit dem Versprechen, dass sie als Kindermädchen arbeiten könne, nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen haben sollen. Durch die Vermittlung der Ehefrau sei es zur Heirat zwischen der Thailänderin und einem Deutschen gekommen, wobei es sich dabei um eine Scheinehe gehandelt habe, und damit nach Meinung der Staatsanwaltschaft der Tatbestand des schweren Menschenhandels erfüllt sei. Bei einer weiteren Thailänderin, die in der Bar des Ehepaares arbeitete, wurde durch das Gesundheitsamt eine HIV-Infizierung festgestellt und Weiterarbeit in der Bar untersagt. Die Hauptangeklagte übersetzte die Diagnose des Gesundheitsamt jedoch als Lungenentzündung und lies die Frau in der Bar weiter arbeiten.
Die Verteidiger des Ehepaares wiesen den Vorwurf des Menschenhandels zurück und vertraten die Ansicht, dass Thailand ein offenes Land sei und die Frauen dort wüssten, was ihnen in Deutschland erwartet. Sie warfen den Amtsarzt vor, dass es seine Aufgabe gewesen wäre, die an HIV erkrankte Frau, die sich in der Bar prostituierte, aus dem Verkehr zu ziehen. Der Anwalt des zur Beihilfe angeklagten Ehemannes wies alle Vorwürfe der Anklage zurück und plädierte auf Freispruch.
(Werner Reichert, 18.04.2001)
Songkhran, der Beginn eines Neuen Jahres
Das Neue Jahr in Thailand beginnt nach dem traditionellen Kalender mitte April und wird im ganzen Königreich mit religiösen Zeremonien und öffentlichen Feiern als Songkran-Fest gefeiert. Das Fest, dass in diesem Jahr vom 13. bis 15. April stattfindet, wird von den Thais ebenso ausgelassen gefeiert wie bei uns. Überall im Land bespritzt man sich gegenseitig mit möglichst viel Wasser, einer Überlieferung nach soll dadurch viel Regen herbeibeschwört werden, der für den Reisanbau unerlässlich ist. Auch ist dies eine Zeit, in der die Jüngeren ihren älteren Familienmitgliedern oder wichtige Persönlichkeiten Respekt darbieten. Songkhran bedeutet in der Sanskrit-Sprache "Übergang" oder "voranschreiten", womit auch der Eintritt der Sonne in ein anderes Tierkreiszeichen gemeint ist. Daher ist Songkhran auch die Zeit das Alte zu ehren und zu etwas neuem überzugehen und dabei mit guten Taten Verdienste zu erwerben für das Karma.
Auch in Deutschland wird Songkhran festlich gefeiert. Deutsch-thailändische Interessensgruppen und Vereine bieten in der Zeit vom 13. bis 15. April Veranstaltungen an. So auch am 14. April 2001 ab 20.00 Uhr im pfälzischen Speyer im Tanzcafe Santa Fe in der Auestraße 6. Eine Travestieshow, Misswahl 2001, Tombola und einige Thaigesangsdarbietungen sind die Höhepunkte des thailändischen Neujahrsfest.
Am 5. Mai wird in im Festhaus Winnweiler (A 6 Abfahrt Enkenbach, B 40 Richtung Winnweiler, ca. 10 km) Songkhran gefeiert. im Programm das thailändische Duo Orchid, indische und Japanische Folkloretänze, Schönheitswettbewerb Miss&Mr Songkhran 2001, eine asiatische Kampfsport-Schow mit den Tigers und Komedie-Schows. Zahlreiche Stände sollen thailändische Marktatmosphäre vermitteln.
Wir wünschen unseren thailändischen Mitbürgern und ihren Familienangehörigen ein fröhliches wie auch besinnliches Songkhran.
(Werner Reichert, 5.4.2001)
Teures Souvenirs aus
Thailand - (Aus einem Bericht einer Betroffenen)
Letzter Urlaubstag und schnell noch
ein passendes Urlaubsmitbringsel in Thailands Megametropole
einkaufen. Da hört sich ein Angebot im Gouverment Export Center, - „Da
haben Sie aber Glück, Heute ist der letzte Tag an dem wir Schmuck so
billig verkaufen und natürlich steuerfrei“ - sehr verlockend
an. Gold und Edelsteine sind ja in Thailand bekanntlich billiger im
Angebot als in Europa. Warum den nicht eine Goldkette mit einen schönen
blauen oder roten Saphir, wenn ich diesen fast zum halben Preis bekommen
kann und dass noch ohne jedes Risiko. Kann ich ihn doch nach Aussage der
scharmanten Verkaufsangestellten, den Schmuckstück mit einer riesigen
Gewinnspanne zu Hause in Deutschland wieder verkaufen, oder über die
thailändische Botschaft zurückgeben, natürlich mit voller Geld-Zurück-Garantie.
Verlockungen dieser Art konnten schon viele Touristen nicht wiederstehen
und haben für mehrere hundert Mark Schmuck gekauft. Zu Hause doch etwas
misstrauisch geworden wird kurzerhand ein Juwelier aufgesucht und den Wert
des Urlaubsmitbringsel feststellen lassen. Obwohl der Schmuck am Ende echt
ist, kommt die Ernüchterung, dass der Verkehrswert doch nicht so hoch
ausfällt als im Gouverment
Export Center angepriesen.
Erst recht verschaukelt fühlte man sich, als man die Garantie einlösen
wollte und das gute Stück über die Botschaft zurückgeben wollte um die
Kosten zurückerstatten zu lassen. Die
Botschaft musste die Betroffenen richtigerweise mitteilen, dass sie für
diese Vorgänge weder Zuständig noch verantwortlich ist. Hätten die
Thailandurlauber nur den Rat, der ja eigentlich in jedem Reiseführer
nachzulesen ist, zu Herzen genommen, wäre ihnen die Endtäuschung erspart
geblieben.
Gold- und Edelsteinschmuck ist in Thailand preiswert zu erhalten,
vor allem wenn man vor hat ihn selbst zu tragen, aber für ein gewinntärchtiges Geschäft ungeeignet.
(Werner Reichert, 4.04.2001)
Bluten Schweizer Schulen aus?
Die Schulen fürchten um ihre Existenz, falls der
Bund die Subventionen nicht erhöht. In Italien (4), Brasilien (3), Mexiko
und Spanien (je 2), Chile, Ghana, Kolumbien, Peru, Singapur und Thailand
(je 1) existieren heute 17 von der Eidgenossenschaft anerkannte
Schweizerschulen. mehr
(W. Reichert, 1.04.2001)
Asiens Elefanten brauchen Zukunft
Broschüre des Schweizer Tierschutzes STS erschienen
Der Schweizer Tierschutz STS ist besorgt um das
Schicksal des Asiatischen Elefanten, einer Tierart, die schon bald häufiger
in Gefangenschaft als in freier Wildbahn vorkommen könnte. Mit dem
nunmehr fünften Band seiner Schriftenreihe «Born for Freedom» will der
Schweizer Tierschutz STS unter dem Titel «Asiens Elefanten brauchen
Zukunft» darauf aufmerksam machen, dass vielerorts Elefanten in
Gefangenschaft nach wie vor schwerstes Unrecht angetan wird. Aber auch die
Lebensräume der Elefanten in freier Wildbahn schwinden von Jahr zu Jahr,
von Tag zu Tag.
Wir kennen alle die Bilder von Elefanten als Transporttiere, als
Arbeitstiere, als Prunksymbole an Paraden, als unangreifbare mobile
Hochsitze für Tigerjagden - kurz, als unabdingbares Element
beeindruckender fernöstlicher Kultur. Und die Selbstverständlichkeit,
mit der Zirkusprogramme obligate Elefantennummern darbieten, lassen uns
glauben, es gebe ausser den wildlebenden eben auch zahme, seit Alters her
als Haustiere gezüchtete Elefanten. Doch Elefanten waren zu keiner Zeit
Haustiere. Freiwillig stellt sich keiner von ihnen in den Dienst von
Menschen. Fast jeder «zahme» Elefant ist in der Regel mit abscheulicher
Brutalität in seiner Persönlichkeit gebrochen worden. Das sollten wir
vor allem als Touristen in Elefantenländern niemals vergessen. Dass die
Tiere nicht rebellieren, liegt an der Allgegenwart der Elefantenhaken.
Schon die sachte Berührung besonders empfindlicher Stellen ruft
grauenhafte Erinnerungen wach und lässt augenblicklich parieren.
Gegensätzlicher könnten die Bilder der Informationsbroschüre kaum sein:
Hier erhaschte Momente aus dem verborgenen, ungestörten Leben von
Elefantenherden in freier Wildbahn in Indien, Thailand oder Sumatra; dort
das bittere Los der Arbeitselefanten als geschundene, gebrochene
Kreaturen. Was da aus Rücksicht auf den Leser nur ansatzweise zu sehen
ist, lässt immer noch leer schlucken und den seelischen Ausgleich
willkommen heissen, für den die aussagekräftigen und faszinierenden
Bilder und Texte in den beiden Kapiteln sorgen, in denen der Autor
Christian Speich uns das Elefantenleben mit viel Wissenswertem näherbringt.
Hier ist zu erfahren, wie asiatische Elefanten in freier Wildbahn ihre
Zeit verbringen; aber auch, wo die Anstrengungen zur Wiedergutmachung
schon Erfolge zeigen. Etwa in Auffang- und Pflegestationen für
beschlagnahmte Qualopfer, in verbesserten Haltungsbedingungen in Zoo und
Wildpark oder in Schutz- und Aufwertungsmassnahmen in Lebensräumen wild
lebender Elefantenpopulationen.
«Asiens Elefanten brauchen Zukunft» kann zum Preis von 14.80 Franken
bezogen werden beim: Schweizer Tierschutz STS, Vermerk «Elefanten»,
Dornacherstr. 101, Postfach, 4008 Basel. Telefon 061 361 15 15, Telefax
061 361 15 16. (STS,
1.04.2001)
Archive Alltagsgeschichten
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